Transparenz bei Kaderlöhnen: Neue Bestimmung ab 1.1.07

> Börsenkotierte Gesellschaften müssen in Zukunft ihre Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung offen legen. Die entsprechenden neuen Bestimmungen des Obligationenrechts treten am 1. Januar 2007 in Kraft.

Nach den neuen Bestimmungen müssen Gesellschaften, deren Aktien an einer Börse gehandelt werden, im Anhang zur Bilanz die Gesamtsumme der Vergütungen angeben, die sie den Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung ausgerichtet haben. Zudem müssen die an die einzelnen Mitglieder des Verwaltungsrates geleisteten Beiträge und die höchste auf ein Mitglied der Geschäftsleitung entfallende Vergütung aufgeführt werden.

Ferner müssen allfällige Darlehen an die leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter offen gelegt werden. Ausserdem sind auch die Beteiligungen anzugeben, welche die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung an der Gesellschaft halten.

Das bisher geltende Aktienrecht enthielt keine Vorschriften über die Pflicht zur Offenlegung der Vergütungen an Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung. Die neuen Bestimmungen schaffen mehr Transparenz, womit insbesondere die Aktionäre eine bessere Einsicht in die Gesellschaft erhalten und ihre Funktionen besser wahrnehmen können.

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