Entlastung für KMU in Sicht

> Gemäss einer Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) setzen Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) im Durchschnitt 41,3 Stunden pro Jahr und Mitarbeiter ein, um behördlichen Pflichten nachzukommen. 40% der KMU empfinden die administrative Last als eher bis äusserst mühsam; 60% als eher nicht mühsam.

Der Bundesrat will sich nun für die Vereinfachung des unternehmerischen Alltags einsetzen. Kürzlich hat er die Botschaft zum Bundesgesetz über die Aufhebung und die Vereinfachung von Bewilligungsverfahren an das Parlament verabschiedet. Diese sieht vor, dass insgesamt nicht weniger als 75 Bewilligungsverfahren aufgehoben oder vereinfacht werden. Angestrebt wird ferner eine administrative Entlastung von KMU und Behörden. Schliesslich sollen E-Government-Prozesse gefördert werden wie beispielsweise das Einholen von Bewilligungen über E-Mail. Wann diese Massnahmen im Parlament beraten und in Kraft treten werden, kann noch nicht gesagt werden.

Weitere Massnahmen zur Entlastung von KMU sind jedoch bereits beschlossen und werden in Kürze eingeführt:

  • Ab 2007 werden Unternehmen in der Lage sein, ihre Lohndaten mittels per Mausklick an alle empfangenden Behörden zu versenden (AHV, SUVA, Kantone, BFS usw.).
  • Bei den Bestimmungen zur Arbeitssicherheit führt das Inkrafttreten der revidierten ASA-Richtlinie ab Anfang 2007 zu einer Reduktion der administrativen Aufgaben (Dokumentationspflichten) für KMU.
  • Ein EDV-Server, welcher das Auffinden amtlicher Formulare vereinfacht, wird 2007 in Betrieb genommen werden.

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